Unsere Kameradschaft im Blick
Unsere Heimat: Schwäbisch Gmünd
     
  Etwa 60 km östlich der Landeshauptstadt Stuttgart - am Rande der schwäbischen Alb - liegt unsere Heimat Schwäbisch Gmünd.

Schwäbisch Gmünd gehört zur Region Ostwürttemberg und zur Randzone der europäischen Metropolregion Stuttgart. Sie ist sowohl einwohner- als auch flächenmäßig die größte Stadt im Remstal. Hinsichtlich der Bevölkerungsgröße ist sie nach Aalen die zweitgrößte Stadt des Ostalbkreises sowie der gesamten Region Ostwürttemberg, in der sie ein Mittelzentrum für ihr Umland bildet. Seit 1956 ist Schwäbisch Gmünd Große Kreisstadt und seit 1973 der Sitz des Regionalverbandes Ostwürttemberg. Am 1. April 1956 wurde Schwäbisch Gmünd Große Kreisstadt.

Das Stadtgebiet Schwäbisch Gmünds umfasst die Kernstadt, den 1938 eingemeindeten Wohnplatz Wetzgau, die 1959 eingegliederte Gemeinde Bettringen (Ober- und Unterbettringen) sowie die im Rahmen der Gebietsreform der 1970er Jahre eingegliederten acht Gemeinden Bargau, Degenfeld, Großdeinbach, Herlikofen, Lindach, Rechberg, Straßdorf und Weiler in den Bergen mit ihren Ortsteilen und Weilern.
     
  Die elf Stadtteile Bargau, Degenfeld, Bettringen, Großdeinbach, Hussenhofen, Herlikofen, Lindach, Rechberg, Rehnenhof-Wetzgau, Straßdorf und Weiler bilden Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit je einem von den Einwohnern der jeweiligen Ortschaft gewählten Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher an der Spitze. In jedem Stadtteil gibt es ein Bezirksamt.

Mit der benachbarten Gemeinde Waldstetten hat sie eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Bis zur Kreisreform zum 1. Januar 1973 war Schwäbisch Gmünd Kreisstadt des ehemaligen Landkreises (Landkreis Schwäbisch Gmünd; Kfz-Kennzeichen GD), zuvor Sitz des Oberamts Gmünd.
     
  Im Uhrzeigersinn und im Norden beginnend grenzen folgende Städte und Gemeinden an die Stadt: Mutlangen, Durlangen, Täferrot, Iggingen, Böbingen an der Rems, Heubach, Bartholomä (alle wie Gmünd im Ostalbkreis), Lauterstein (Landkreis Göppingen), Waldstetten (Ostalbkreis), Donzdorf, Ottenbach, Göppingen, Wäschenbeuren (alle Landkreis Göppingen), Lorch (Ostalbkreis) sowie Alfdorf (Rems-Murr-Kreis).
     
  Schwäbisch Gmünd liegt zwischen den Randhöhen des Welzheimer Waldes (Teil des Schwäbisch-Fränkischen Waldes) im Norden und dem östlichen Vorland der Schwäbischen Alb im Süden in einer Talweitung der Rems sowie im Mündungsgebiet einiger Nebenbäche des Flusses. Die Rems tritt von Böbingen kommend im Osten in das Stadtgebiet ein, durchfließt in westlicher Richtung Zimmern, Hirschmühle und Hussenhofen, anschließend die Kernstadt, und verlässt dann die Gemarkung im Westen auf Lorch zu.
   
  Aufgrund der starken Höhenunterschiede und der Ausdehnung des Stadtgebietes ist die Geologie Gmünds vielfältig. Die Hänge der Tallagen, vor allem um die Gmünder Kernstadt sind vom Keuper geprägt, wobei vor allem der Knollenmergel die Erschließung der Hänge erschwert. Neben den Knollenmergelvorkommen steht auch Stubensandstein an, der im Umkreis der Stadt unter anderem für den Bau des Gmünder Münsters gebrochen wurde. Über dem Keuper erstrecken sich Ebenen des Süddeutschen Jura. Um Großdeinbach, Wetzgau-Rehnenhof, Straßdorf und Metlangen steht Schwarze Jura an. Auf Erhebungen über diesen Ebenen wie dem Kaiserberg Rechberg kommt Brauner und Weißer Jura vor. Der im Braunen Jura anstehende Brauneisensandstein wurde in der Region neben der Eisenerzgewinnung vor allem zum Bau von Häusern verwendet; so besteht sowohl die Wallfahrtskirche als auch die Burg auf dem Rechberg aus diesem Gestein.
 

 
  Im 17. Jahrhundert siedelte sich das auch heute noch stark vertretene Gold- und Silberhandwerk an. Auch das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (FEM) befindet sich in Schwäbisch Gmünd. Parallel zum bestehenden Gold- und Silberhandwerk siedelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Uhrenindustrie an. Die Firma Bifora-Uhren war bis Ende der 1970er Jahre die größte Spezialfabrik für Armbanduhren in Deutschland und führte die inländische Entwicklung an.
Heute dominieren Automobilzulieferung, Designbüros und Schmuckhandwerk die Wirtschaft in der Stadt. Schwäbisch Gmünd hat die höchste Dichte an Designern in Europa und schmückt sich mit dem Titel „Gold- und Silberstadt“.
   
Über 200 Jahre lang war Schwäbisch Gmünd Garnisonsstadt. In der vor dem Ersten Weltkrieg errichteten Bismarck-Kaserne war zunächst das Bataillon des Württembergischen Infanterieregiments 180 stationiert.
Sie wurde ebenso wie die 1937 fertiggestellte Adolf-Hitler-Kaserne von der Wehrmacht und zwischen 1951 und 1991 von der US Army genutzt. Schwäbisch Gmünd war Hauptquartier der 56th Field Artillery Command, deren Einheiten in den 1980er Jahren auch mit der umstrittenen Pershing-II-Mittelstreckenrakete ausgerüstet waren. Überregionale Bekanntheit erreichte das Pershing-II-Depot auf der Mutlanger Heide.
     
  Örtlich erscheinende Tageszeitungen sind die Rems-Zeitung, welche die älteste noch bestehende Tageszeitung in Baden-Württemberg ist, sowie die Gmünder Tagespost, eine Lokalausgabe der Südwest Presse aus Ulm.